Band

Es wird über sie gemunkelt, dass sie den Rock wahrscheinlich nicht geboren – wohl aber erzogen haben. Und die Erziehung bei Chööhn ist eine kostspielige. Die Hamburger Schule ist für diese Band schon längst gestorben. Geboren ist: die Eppendorfer (Privat-)Schule. Chööhn finanziert sich durch wohlwollende, aber nichts ahnende, reiche Väter, die ihren blonden Sprösslingen nicht nur das BWL-Studium, sondern auch die Möglichkeit, sich mit der eigenen Band auf der Bühne zu präsentieren, finanzieren. Um so der Welt zeigen zu können: ‘Wer aus Eppendorf kommt, hat vielleicht ab und zu mal ein Problem, mit Papas dickem Benz einen Parkplatz zu finden – ist aber ansonsten auf jeden Fall ein besserer und vor allem wohlhabenderer Mensch’.

Mit Hits wie “Oink Oink Papagei”, “Amok Amor”, “Sonnenaufgang im Sonnenuntergang” oder “Elvis lebt” die Massen zu verzaubern, zu begeistern und immer und immer wieder zum tanzen zu zwingen – das hat Chööhn gar nicht nötig. So’was kann man sich auch kaufen. Doch der Pöbel begreift das nicht und lässt sich immer wieder verzaubern, begeistern und immer und immer wieder zum tanzen zwingen. Doofer Pöbel.

Wer also zu einem Chööhn Konzert geht, der sollte wissen: Chööhn bekommen auf jeden Fall immer sehr viel Gage – und das, obwohl sie das Geld gar nicht nötig haben.

Denn Chööhn wohnt ja noch zu Hause bei Mama und Papa!

Zu Hause in Eppendorf!

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